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Erziehermangel im Saarland hausgemacht

Piraten boten vergangenes Jahr bereits eine Lösung

30 Stellen für Erzieherinnen und Erzieher können derzeit allein bei der Kita GmbH nicht besetzt werden, weil das Personal fehlt. Zeitgleich gibt es viele Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger, welche arbeitssuchend sind. Diese können zwar auch Stellen für Erzieherinnen und Erzieher besetzen, wenn diese unbesetzt sind, jedoch darf nur 1/3 der freien Stellen mit Kinderpflegerinnen und Kinderpflegern besetzt werden. Mehr erlaubt das Gesetz nicht. Ob unbesetzte Stellen besser sind, das wage ich zu bezweifeln.“ So Jasmin Freigang, bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion im Saarland.

Jasmin Freigang - Foto: Carsten Schröder

Jasmin Freigang – Foto: Carsten Schröder

Bereits im vergangenen Jahr nahm sich die Fraktion des Themas an, Lösungsansätze wurden jedoch von der Großen Koalition abgelehnt.

Der Erziehermangel ist im Saarland hausgemacht. Es wurden Betreuungsplätze für Kinder geschaffen, aber die personelle Aufstockung wurde gänzlich verschlafen. Zeitgleich mit der Schaffung neuer Plätze hätte man auch verstärkt die Ausbildungszahlen erhöhen müssen. Dies wurde verschlafen.Bereits letztes Jahr beantragten wir, dass die Weiterbildungsmaßnahmen von Kinderpflegern zu Erziehern weiter vorangetrieben werden und entsprechend beworben werden sollen. Hierzu sind derzeit die Hürden noch zu hoch, das muss sich ändern. Viele Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger sind sicherlich auch dafür geeignet, den Beruf der Erzieherinnen und der Erzieher zu erlernen – wenn man die Hürden nur absenkt und attraktive Angebote schafft.

Die Piratenfraktion warnt davor, die Betreuungsquoten zu erhöhen. Quantität darf nicht vor Qualität stehen.

Eine Reaktion zu “Erziehermangel im Saarland hausgemacht

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