Foto: CC-BY-SA Andrea Jaeckel-Dobschat

Einführung einer Tierschutzinspektorin oder eines Tierschutzinspektors im Saarland

Piraten fordern:
Einführung einer Tierschutzinspektorin oder eines Tierschutzinspektors im Saarland

Tierschutz erhält in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert. Dies sieht man nicht zuletzt daran, dass Tierschutz mit Aufnahme in Grundgesetz und Landesverfassung zum Staatsziel wurde.
Um Tierschutzanliegen sowie um Meldungen über Tierquälerei oder Verwahrlosung kümmern sich die Veterinärämter. Einst waren diese regional in den Kreisen verteilt, doch seit Inkrafttreten des Verwaltungsstrukturreformgesetzes ab dem 1. Januar 2008 wurden die Aufgaben auf die Landesebene verlagert und dem Landesamt für Verbraucherschutz zugewiesen. Dies betrifft auch das Personal.
Die Folgen hiervon sind längere Anfahrtswege. War früher in einem bestimmten Landkreis eine Fahrzeit von wenigen Minuten der Fall, kann eine Überprüfung durch eine Amtsveterinärin oder eines Amtsveterinärs nun einen halben bis ganzen Arbeitstag beanspruchen, was nicht zuletzt an der langen Fahrzeit liegt. Zeit, die auch anders genutzt werden könnte.

Eine Tierschutzinspektorin oder ein Tierschutzinspektor kann hier die nötige Entlastung bringen. Die entsprechende Person führt die Vorkontrollen vor Ort durch und gibt eine Empfehlung ab, in welcher Dringlichkeit der gemeldete Fall von einer Amtsveterinärin oder eines Amtsveterinärs behandelt werden sollte.

Jasmin Freigang - Foto: Carsten Schröder

Jasmin Freigang – Foto: Carsten Schröder

Dazu Jasmin Freigang, tierschutzpolitische Sprecherin der Piraten im Landtag:
Es gibt verschiedenste Meldungen von Tierquälerei, Verwahrlosungen und dergleichen. Wo einige sich als Nachbarschaftsstreit entpuppen, sind andere so brisant, dass ein schnelles Einschreiten unumgänglich ist. Hier kann eine unterstützende Kraft, wie es sie beispielsweise bereits in München gibt, entlastend eingreifen und einen wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Tierleid leisten.

Neben Dringlichkeitsprüfungen kann die Tierschutzinspektorin oder der Tierschutzinspektor auch Nachkontrollen durchführen und überprüfen, ob die von den Amtsveterinären veranlassten Maßnahmen auch umgesetzt werden.

Eine Tierschutzinspektorin oder ein Tierschutzinspektor muss kein Tierarzt sein„, so Freigang. „Eine Tierpflegerin oder Tierpfleger, eine tiermedizinische Fachangestellte oder ein tiermedizinischer Fachangestellter oder einfach nur im Tierschutz interessierte Personen wären dafür geeignet. Als Qualifikation sind die Scheine gemäß § 11 Tierschutzgesetz ausreichend – die nach einer Schulung abgeschlossen werden können„, so Freigang abschließend.

Link zum Antrag:
https://www.landtag-saar.de/Drucksache/Ag15_2074.pdf

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