Smartphone, Buch und Laptop. Foto: CC-BY-SA Marina A. Henn
CC-BY-SA Marina A. Henn

MINDESTSTANDARDS FÜR SCHUL-IT

PIRATEN FORDERN VERBESSERUNG DER AUSSTATTUNG NACH VOM LAND GEPLANTER BEDARFSANALYSE

Die Landesregierung im Saarland will mit einer Bedarfsanalyse den Ist-Zustand der IT-Ausstattung an Schulen erheben. Die Piraten im Landtag kritisierten bereits, dass nur in 18 von 314 Schulen im Land, so das Ergebnis einer parlamentarischen Anfrage, mindestens ein Computer pro Klassenzimmer vorhanden ist. Jasmin Maurer, bildungspolitische Sprecherin der Piratenfraktion, fordert im Anschluss an die Erhebung Mindeststandards, die für alle Schulen gelten sollen, von Landesseite her festzuschreiben und umzusetzen.

Jasmin Maurer Foto: Carsten Schröder

Jasmin Maurer Foto: Carsten Schröder

Eine Umfrage des Verbandes Bitkom aus dem vorherigen Jahr kam zum Ergebnis, dass die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte sich für eine bessere Medienausstattung der Schulen ausspricht. „In Zeiten, in denen Computer und Internet omnipräsent sind, ist es ein Unding, dass nur rund sechs Prozent aller Schulen im Saarland mindestens einen Computer pro Klasse zur Verfügung haben. Auch der technische Standard und die Qualifikationen laut Lehrerausbildung sowie die Kompetenzvermittlung laut Lehrplan lassen zu wünschen übrig in unserem Land“, kritisiert Jasmin Maurer. Sie will seit langem ein eigenständiges Unterrichtsfach für Medienkompetenz an Schulen im Saarland umsetzen. Doch damit stehen die Piraten alleine da. „Die Regierung ruht sich auf dem Ist-Zustand aus. Alles wäre schon in Ordnung, doch die Welt hat sich seit der Einführung der ersten Computer an den Schulen weiter gedreht. Medienkompetenz ist eine unerlässliche Qualifikation. Egal, ob es um Büroarbeiten oder das Miteinander in sozialen Netzwerken geht“, erklärt die Bildungspolitikerin. Medienkompetenz könne nur erlernt werden, wenn die Ausstattung stimme.
fördergelder, die das Land bisher den Schulträgern anbietet, wurden trotz der schlechten Ausstattung nicht ausgeschöpft. Woran das lag, konnte die Nachfrage zur Anfrage der Piraten nicht klären. Die Regierung bleibt im Dunkeln über die Ursachen.
Um das zu ändern, plant die Landesregierung eine Neuauflage einer Erhebung über die Medienausstattung an Saar-Schulen. Die letzte stammt aus 2008. Ein Beschluss der Kultusministerkonferenz hat Nachdruck verliehen, sehr zur Freude von Maurer, die dies als „dringend notwendig“ empfindet, denn nur so könne man ein Gesamtkonzept entwickeln, um dem „IT-Land“ Saarland wieder gerecht zu werden. „Eine Bedarfsanalyse zeigt uns, woran es hängt. Was wir, wo und wie viel investieren müssen. Und genau da muss das Land dann den finanziell teils schlecht ausgestatteten Schulträgern unter die Arme greifen und Geld reinpumpen. Denn Bildung ist unsere Zukunft und Chancengleichheit im Bereich der unerlässlichen Medienkompetenz erreichen wir eben nur über gleiche Mindeststandards. Ich bin sehr froh darüber, dass sich nun hier endlich etwas bewegt, nachdem wir lange gebohrt haben“, sagt Maurer.

Eine Reaktion zu “MINDESTSTANDARDS FÜR SCHUL-IT

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