Foto eines Bleistiftes mit Spitzer
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KOMPENSATIONSTAKTIK ZUM LEHRERMANGEL FRAGWÜRDIG

PIRATEN: LANDESREGIERUNG HAT ZU ZÖGERLICH AUF WACHSENDE SCHÜLERZAHLEN REAGIERT

Jasmin Maurer Foto: Carsten Schröder

Jasmin Maurer Foto: Carsten Schröder

Die Piraten kritisieren die vom Bildungsministerium gewählte Lösung, den Lehrermangel an Grundschulen durch Lehrkräfte anderer Schulformen und ohne zweites Staatsexamen zu kompensieren. „Das Ministerium ringt konzeptlos nach einer Lösung. Jahrelang hat man sich bei der Landesregierung darauf ausgeruht, dass die demographische Rendite ein sicherer Anker sei und dies alle Probleme lösen würde. Einen Plan B gab es nicht. Nun ist das schlimmste Szenario eingetroffen: Nicht passend Qualifizierte müssen unsere Kinder unterrichten. Dabei ist gerade die Grundschulausbildung sehr speziell und die Tätigkeit als Lehrer dort erfordert erweiterte pädagogische Kenntnisse, da die Kinder in diesem Alter den Lehrstoff teils ganz anders erfassen“, sagt Jasmin Maurer, bildungspolitische Sprecherin der Piraten im Landtag des Saarlandes.

Bereits im Oktober forderte die Piratenfraktion zügig ein Konzept vom Land, wie das Einstellen

von mehr Lehrkräften, Integrationshelfern, Sozialarbeitern sowie schulpsychologischen Fachkräften von statten gehen soll, um die durch die Flüchtlingszuwanderung erhöhten Schülerzahlen abzufangen. „Das Ministerium wurschtelt sich jetzt so da durch und hat zu spät gemerkt, um was es hier eigentlich geht“, kritisiert Maurer. Die Piraten wollen jetzt, dass das Ministerium dem Parlament vorlegt, wie dieses vorhat, die Lücke an Lehrkräften zu schließen um schnellstmöglich von der für sie fragwürdigen Übergangslösung wegzukommen.
mahe

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