Landtag des Saarlandes - Foto: CC-BY-SA Andrea Jaeckel-Dobschat
Foto: CC-BY-SA Andrea Jaeckel-Dobschat

Integration fängt vor der Beschäftigung an

Ein kleiner Gedankengang nach dem Parlamentarischen Abend der VSU Saar

 

Unser Geschäftsführer Markus war gestern mit Jasmin auf dem Parlamentarischen Abend der VSU und hat sich umgehört, was die Probleme beim Thema Integration von Einwanderern in den saarländischen Arbeitsmarkt sind und für Euch etwas zusammengeschrieben.

Ein Beitrag von Markus Hansen

Gestern (16. September 2015) Abend waren Jasmin und ich auf dem alljährlichen Parlamentarischen Abend des Verbandes saarländischer Unternehmer. Das diesjährige Hauptthema war eigentlich die Bildung, uns interessierte aber mehr die Integration der Flüchtlinge in den saarländischen Arbeitsmarkt. Jasmin und ich haben dann auch mal bei dem einen oder anderen Nicht-Parlamentarier nachgehört, wie denn die Integration der Flüchtlinge in den heimischen Arbeitsmarkt ihrer Erfahrung nach abläuft. Auch für die Unternehmerverbände ist klar, dass die Immigration nach Deutschland eine große Chance für die Innovationskraft und den Arbeitsmarkt bedeutet.

Die Routine beim Umgang mit dem Fremden fehlt

In den Gesprächen kam eines schnell heraus: Die wirklichen Hemmschwellen liegen im persönlichen Umgang mit den Menschen. Andere Arbeitsmentalität, echte und gefühlte Sprachbarrieren. Abstrakte Vorbehalte (z.B. DIE Denkweise DER Afrikaner/Chinesen/Araber/Franzosen) fallen uns immer noch zu leicht. Fremden Kulturen vorbehaltlos zu begegnen, steckt immer noch noch in den Kinderschuhen. Anhand von Erfahrungsberichten wurde uns das noch einmal deutlich. Zum Beispiel ging es um einen Auszubildenden, von dem der Meister sagte, er spreche ganz schlecht Deutsch. Als er einen anderen Meister bekam, wäre der Junge wie ausgewechselt gewesen, sei dann aus sich herausgekommen und konnte zeigen, was er drauf hat. Kleine Beispiele, die mir im Umkehrschluss zeigen, das es mehr darauf ankommt, wie man mit jemanden umgeht, als zu fragen wie gut jemand eine Sprache spricht.

Vielfalt im Team muss gemanaged werden

Meiner Ansicht nach liegt die große Aufgabe der beruflichen Integration in großen Teilen darin, die unteren und mittleren Führungsebenen für diese neue Herausforderung der Personalführung fit zu machen. Diversity, also den Umgang mit Vielfalt im Team, ist keine hohle Personaler-Management-Phrase mehr, sondern eine Alltagsaufgabe direkt vor Ort.

Politik des Umdenkens als Chance

Hier müssen wir auch politisch ansetzen, um die Integration der Flüchtlinge aber auch der vielen weiteren Menschen, die wir im Saarland brauchen, erfolgreich umzusetzen. Und mit diesem mentalen Umschwung können wir auch weitere Lösungen im Umgang mit Arbeitslosigkeit finden. Davon bin ich überzeugt!

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